Eigenes Buchprojekt

15. Februar 2018

Viele Erlebnisse des letzten Jahres haben mich auf die Idee gebracht, ein eigenes Buch zu schreiben.

Es hat den Titel: „Ich wollte nie so werden wie mein Vater“. Dies wird voraussichtlich im Oktober 2018 erscheinen.

Mir ist klar geworden, dass die meisten Probleme, die Menschen – besonders Männer – in ihrem Beruf, bei ihrem Erfolg, aber auch im Rest des Lebens heute haben, ihre Ursache in der Kindheit haben. Und bei Männern geht es da um das Verhältnis zu ihrem Vater.

Ich werde Euch hier nach und nach meine Gedanken dazu schreiben und über den Stand des Buchprojektes berichten.

 

1. April 2018

In den letzten Wochen habe ich viel Material dazu gesammelt und sortiert. Ich habe noch viele neue Ideen bekommen. Einmal aus dem Vortrag, den ich demnächst halten werde. Und zum anderen aus einer Veranstaltung über Gefühle und Intuition vom letzten Wochenende.

Heute habe ich angefangen zu schreiben. Es hat großen Spaß gemacht. Es fließt und ich bin mir jetzt sicher, dass ich mein Ziel erreichen werde, es im Oktober zu veröffentlichen.

Und so liest sich eine Leseprobe daraus:

Wenn ich Dich jetzt frage, wie es Dir gerade geht, kannst Du ehrlich antworten. Es bekommt ja keiner mit, da kannst Du vor Dir ehrlich sein. Richtig, richtig ehrlich, nicht so wie sonst, wenn Du Deine tägliche, berufliche Maske aufsetzt.

30% aller Männer schauen Dich auf eine solche Frage ratlos an. „Ja, wie jetzt, ich und was sagen? Ich bin doch ein Mann und zeige keine Gefühle.“ Oder besser noch, bilde mir ein, gar keine zu haben. Besonders coole Männer sagen sogar „Ich bin doch kein Warmduscher, lass’ uns lieber über Fußball reden.“ Bist Du einer von denen? Nein? Vielleicht gibt es ja noch was für Dich.

30% geben Dir auf diese Frage das zurück, was sie seit der Pubertät ihrer Mutter auf solche Giftfragen antworten. „Geht so“, wobei dies in weniger als einer 1/10 Sekunde hinter sich gebracht wird. Natürlich in der festen Überzeugung, dass dies ein ganzer Satz ist, bzw. sogar eine in sich stimmige Geschichte. Erkennst Du Dich wieder? Die Prozentzahlen sind nur geschätzt, vielleicht sind es noch mehr. Ich sehe mich gerade, wie ich als pubertierender 16-Jähriger mit langen Jahren und versetzungsgefährdet meine Mutter damit auf die Palme gebracht habe.

Und gehörst Du zu den 30%, die zur Kategorie der selbst ernannten Spaßvögel gehören? Und einer solcher Spaßvogel klopft sich bei dieser Frage mit einem schallenden Lachen auf die Schenkel. Und dann kommt der literaturwürdige Satz: „Alter, gestern ging es noch“. Ein Wortspiel, wie es auch von Heinz Erhard sein könnte, der bekanntlich nicht nur so hieß, sondern uns auch alle herzlich willkommen hieß. Aber hinter der Antwort steckt natürlich in Wahrheit eine große Verlegenheit, die innerliche Leere nicht aufdecken zu müssen. Bist Du auch Du so ein Spaßvogel, fühlst Du Dich erkannt?

Diese 90% verstehen es, alle wichtigen Dinge in ihrem Leben zu verdrängen und sich in Fußballclubs, Zigarrenclubs, im Tennis- oder Golfclub mit anderen darüber zu trösten. Und wie? Indem sie „gepflegte Gespräche“ über Fußball, Auto und Frauen führen.

Und zum Abschluss habe ich mir diesen Burgunder auf dem Balkon verdient.