Reisebericht über einen Radfahrurlaub im Mai 2017

Wenn man einmal herausgefunden hat, was einen im Leben wirklich innerlich antreibt, hat man Zugang zu einer Quelle von:

  • Freude, Dankbarkeit, Erfolg, Sinn, Gesundheit und einfach mehr Lebensfreude.

Wenn man das, was einen antreibt, nicht kennt und damit nicht bedient, dann sind das Ergebnis oft:

  • Depression, Krankheit, burnout und Süchte aller Art.

So kann jeder von uns vor einem Urlaub, beruflicher Entscheidung und welchem Projekt auch immer dies mit seinen Antreibern abgleichen und kann dann schon im vorhinein wissen,  ob es einem gut tun wird.

Ich habe im Mai 2017 alleine einen 12-tägigen Radurlaub über 550 km an der Werra und Fulda gemacht. Deshalb möchte ich Dir dieses Beispiel bringen, damit Du auf den Geschmack kommst, Deine Antreiber auch kennen zu wollen.

Diese Art von Urlaub passt perfekt zu meinen innerlichen Antreibern und deshalb habe ich mich dabei auch so wohlgefühlt.

Ich habe dem Urlaub die Struktur gegeben, zweimal in Hannoversch Münden ( da fließen sowohl Werra als auch Fulda in die Weser) anzukommen. Ich habe aber keine Unterkünfte vorher gebucht, sondern war jeden Tag völlig offen dafür, was geschieht und bis wohin ich komme. Damit waren meine „ambivalenten Antreiber zwischen Struktur und Flexibilität“ beide zufrieden.

Einer meiner stärksten Antreiber ist „Unabhängigkeit“. Ich möchte eigenständig und autonom entscheiden können, was ich tue. Das war perfekt, 12 Tage jederzeit eigene Entscheidungen treffen zu können, aber auch zu müssen. Da war niemand, der mit gesagt hat, wo es lang geht.

„Bodenständigkeit“ ist für mich auch sehr wichtig. Ich bin genügsam, Äußerlichkeiten sind mir nicht wichtig, Statussymbole können mich nicht beeindrucken. Muss ich dazu noch etwas sagen? Fahrrad, kein Auto als Statussymbol, bodenständige Unterkünfte…..

Dazu passt auch mein Antreiber „Führung“. Ich will führen, entscheiden, Einfluss nehmen, zielstrebig, entscheidungsstark sein. Ich habe mich komplett selbst geführt und zu jeder Zeit eigene und freie Entscheidungen getroffen. Für mein Lebensglück perfekt.

Auch ein starker Antreiber bei mir ist „Großzügigkeit“.  Ich will frei sein von der Verantwortung für Besitz, ich gebe gerne, ich schenke gerne Materielles, aber auch immaterielle Dinge. Frei mit dem Fahrrad unterwegs, kein Auto, nur zwei Packtaschen dabei, großzügig Zeit und zu haben und für gute Leistungen großzügige Trinkgelder geben zu können, das ist meine Welt, die mich glücklich macht.

Ich bin zwar nicht der Retter der Welt, aber ein wenig „Idealismus“ treibt mich an. Fairness, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Verantwortung sind die passenden Begriffe. So ein Fahrradurlaub hinterlässt im Mai eine wahrlich grüne, ökologische Bilanz. Zudem keine Luxushotels, sondern bodenständige Unterkünfte und das eine oder andere Gespräch mit Menschen über das, was sie im Leben berührt.

Und schließlich habe ich eine „Ambivalenz zwischen Aktivität und Bequemlichkeit“. Ich brauche den Ausgleich zwischen Bewegung, Fitness und Herausforderung, aber auch Geruhsamkeit ohne Bewegung. Daher war ich nur 60-65km am Tag unterwegs und habe abends auch solche Aussichten genossen:

 

Also, finde heraus, was Dich wirklich antreibt, und Dir steht eine unermessliche Glücksquelle zur Verfügung.