Warum arbeiten Menschen eigentlich?

Ich wünsche Ihnen zunächst ein wunderbares neues Jahr mit all dem, was Sie sich wünschen. Möge es für Sie eines der besten Jahre überhaupt werden. Wie es wird, hängt auch von Ihrem Denken ab. Die können jederzeit entscheiden, klein oder groß, arm oder reich zu denken. Es ist alles eine Frage der Entscheidung und dann des entsprechenden Trainings. Und dazu ist es wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, warum wir arbeiten.

Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt! Lautet Ihre Antwort “ ja, weiß ich auch nicht“ oder „man muss halt arbeiten, um Geld zu verdienen“.

Die folgende Geschichte mit der Raupe und dem Schmetterling haben ich dem Sinne nach mal in einem Vortrag von Dieter Lange gehört.

 

Stellen Sie sich vor, dass Sie als Raupe auf die Welt gekommen sind und das Potenzial haben, ein Schmtterling zu werden.

Auf der ersten Stufe arbeitet man, um Sicherheit und das Überleben zu sichern. In Entwicklungsländern heißt das „morgen etwas im Bauch zu haben“. Bei uns heißt das, sich alle 5 Jahre einen Golf leisten zu können und einmal im Jahr nach Mallorca zu fahren. Auf der ersten Stufe stehen wir also auf, um unsere Existenz zu sichern.

Auf der zweiten Stufe bekommen wir Lust auf Thrill, Unsicherheit zu spüren, wenn das Sicherheitsbedürfnis befriedigt ist. Das Leben im sicheren Hafen ist langweilig, es geht nun darum, Unsicherheit auf einen anderen Ebene zu verspüren.  Deshalb haben Menschen mit „todsicheren“ Jobs meist aufregende Hobbys, wie Fallschirm springen, Motorrad fahren oder tauchen. wenn Stufe 1 gesichert ist, gilt hier „no risk, no fun“.

Auf der dritten Stufe geht es darum,  die Aufmerksamkeit anderer auf sich zu ziehen. Es geht um Statussymbole, den richtigen Parkplatz, den Siebener BMW, den richtigen Partner, Urlaub im angesagten 5 Sterne Hotel, die Weißgolduhr als Auszeichnung für den besten Verkäufer. Man möchte vermeintliche Bedeutsamkeit erlangen, befriedigt aber nicht das innere Selbst, sondern nur eine aufgesetzte Maske.

Auf den ersten drei Stufen handeln wir aus Angst heraus. Die angstbesetzten Stimmen rufen uns zu „schneller, höher, weiter“. Die Menschen sind in einem Rattenrennen, welches sie nie gewinnen können. Sie können nie zufrieden sein, weil der Hunger ihres Egos nach Anerkennung unersättlich ist.

Mit diesen drei Stufen ist die traurige Realität in vielen Unternehmen dargestellt. Die Kultur führt dazu, dass die Menschen ihre Arbeit nur als Mittel zur Existenzsicherung ansehen und sich gegenseitig darin übertreffen wollen, Statussymbole erreichen zu wollen. Die Kultur ist von Angst bestimmt, die Menschen sind nicht in ihrem vollen Potenzial. Sie arbeiten nicht für das, wofür sie eigentlich arbeiten sollten. Wieviel mehr wäre in einem Unternehmen möglich, wenn die Geschäftsleitung und die Führungskräfte aktiv fördern würden, dass ihre „Raupen“ zu „Schmetterlingen“ werden.

Auf der vierten Stufe mutieren die Menschen zu Schmetterlingen, zu ihrem eigentlichen Potenzial. Das geschieht dann, wenn der Leidensdruck der ersten drei Stufen zu stark wird. Die Raupe hat das Potenzial, zu flegen, aber nicht solange sie noch ein Schmetterling ist. Die meisten Menschen kommen aber leider über die ersten drei Stufen nicht hinweg. Hier braucht es häufig Menschen, die diesen Sprung fördern oder unglücklicherweise Krisen oder Krankeiten, bis Menschen an diesem Punkt ankommen. Wenn dies geschieht, dann beginnen Menschen angstfrei Entscheidungen zu treffenm berherzt für Dinge einzustehen und aus Fehlern zu lernen, wenn sie geschehen. Dort hin gelangt man aber nur, wenn wir die ersten drei Stufen durchlaufen haben und letzlich als unbefriedigend empfunden haben.

Auf der fünften Stufe geht es darum, andere an unserem Leben und und unseren Fähigkeiten teilhaben zu lassen. Wie ein nie leer werdenden Gefäß fließen wir über und können andere Menschen mit dem beschenken, was wir an Freude und Gelassenheit zu geben haben. Wir arbeiten, um einen Beitrag zu leisten zu einer Welt, in der wir leben möchten

Au der sechsten Stufe ist dann der Sinn des Menschseins verwiklicht. Hier sind wir einfach, was wir sind und alles andere stellt sich von selbst ein. Auf den unteren Stufen geht es um „haben und tun“, hier geht es um „sein. Wenn man am Ende seiner Berufslebens gefragt wird, welcher Berufung ist man gefolgt, was hat einen beseelt“

Die Göttin Maat im alten Ägypten hatte beim Übergang in das Reich der Toten eine Waage, auf der links das Herz und rechts eine Feder gewogen wurde. Wenn das Herz schwerer war, hieß das, ab zu den Krokodilen, das Lebensziel ist nicht erreicht.

 

All dies finden Sie wunderbar auch in der Bilderdiashow auf dieser Internetseite. Diese sechs Karten symbolisieren diesen Prozess und zeigen, was in einem Unternehmen alles möglich ist, wenn die Geschäftsleitung und die Führungskräfte eine Kultur schaffen, in der die Menschen dazu ermuntert und auch gefördert werden, den Aufstieg zur höchsten Stufe des Menschseins zu fördern. Es versteht sich von selbst, dass solche Menschen für ihr Unternehmen „unermesslichen“ Erfolg produzieren und sich ein solche Kultur für jeden Unternehmer mehr als rechnet.

Ich wünsche Ihnen dazu gute Gedanken und werde meine Podcasts zukünftig genau auf diese sechs Karten abstimmen. Manchmal richten Sie sich direkt an die Geschäftsleitung, manchmal an die Führungskräfte oder eben an alle Menschen in einem Unternehmen.

 

 

 

Was man von Wölfen lernen kann.

Am letzten Wochenende habe ich Birgit Schmitz in Hamburg auf einem Kongress kennengelernt.Ich fand das unglaublich, was sie uns in einem Impuls von sieben Minuten darüber erzählte, was Unternehmen von Wölfen lernen können. Dazu gibt es auch einen aktuellen Podcast.

Mit den Wölfen heulen

Und das ist ihre wunderbare Internetseite.

http://herzhunde.com/

  1. Wissen Sie, warum Wölfe heulen?

Nein? Der Leitwolf stimmt mit dem heulen ein, damit sich alle anderen daran beteiligen und damit zu verstehen geben, dass sie dazu gehören. Alle für einen. einer für alle. Sie signalisieren damit echte Verbundenheit, auf die sich alle anderen verlassen können. Das ist es, was auch Unternehmen brauchen. Echte persönliche Verbundenheit, auf die sich alle verlassen können, und nicht nur eine oberflächliche Zweckgemeinschaft ohne wahren Zusammenhalt.

Und sieht der Leitwolf aus, wenn er ruht:

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2. Wolfsrudel geben sich einen großen Raum zu spielen, zum Erfahrungen machen, zum Fehler machen und um unkontrolliert Strategien entwickeln zu können. Es gibt eben Zeit zum jagen, aber auch eine Zeit zum spielen. Das brauchen wir in unseren Unternehmen auch. Spielerische und kreative Fortentwicklung ohne Konsequenzen für Fehler, die nur der Weiterentwicklung dienen.

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3. Und bei den Wölfen sorgen sich der Leitwolf und die starken Tiere besonders um die schwachen Tiere. Diese bekommen eine Extraportion der Beute. Dort werden die Schwachen gestärkt und nicht noch zusätzlich geschwächt, wie es in vielen Unternehmen der Fall ist. Damit soll für ein stressresistentes und ausgeglichen starkes Rudel gesorgt werden. Ein Vorteil für alle.

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Drei einfache Botschaften für Ihr Unternehmen. Machen Sie es einfach nach. Es lohnt sich.

Betriebliches Eingliederungsmanagement

Warum interessieren sich Unternehmen für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter in der Regel erst dann, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist?

 

Ich habe in der letzten Woche als ehrenamtlicher Richter in Goslar eine Tagung des Arbeitgeberverbandes besucht. Einer der Vorträge beschäftigte sich auch mit dem schönen Begriff  „Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM“). Danach ist der Arbeitgeber verpflichtet, ein BEM-Verfahren einzuleiten, wenn ein Mitarbeiter im letzten Jahr mehr als sechs Wochen oder wiederholt arbeitsunfähig gewesen ist. In diesem, ziemlich komplizierten Verfahren, soll herausgefunden werden, welche Gründe es für die Fehlzeiten gibt und ob diese Krankenzeiten ursächlich mit den Arbeitszeiten in Verbindung stehen. Die Beteiligung des Mitarbeiters ist zwar freiwillig und er muss keine Auskünfte geben. Das kann aber für ihn später nachteilig werden. Der Schwerpunkt des ganzen Verfahrens liegt aber darauf, erst im nachhinein zu agieren?

Warum eigentlich?

Warum gilt  es nicht als Führungsfehler, wenn eine Führungskraft  nicht schon vorher mitbekommt, wie es ihren Mitarbeitern geht?

  1. Sicherlich gibt es Krankheiten, die allein aus der Sphäre des Mitarbeiters kommen und nun wirklich nichts mit dem Arbeitsplatz zu tun haben.
  2.  Aber warum machen denn Arbeitgeber Bewegung, gesunde Ernährung, Entspannung und     Meditation zu einem Thema, welches sie nichts angeht? Und reagieren erst dann, wenn etwas passiert ist. Warum fördern sie dies nicht aktiv?

Was für ein Unsinn, den Menschen außerhalb des Unternehmens nicht aktiv und präventiv bei     einer gesunden Lebensführung zu unterstützen. Ernährungsbedingte Krankheiten und solche durch Bewegungsmangel führen zu hohen Fehlzeiten. Und nicht nur das, auch die anwesenden Mitarbeiter sind aus diesen Gründen häufig nicht in bester Form. Warum also erst im BEM-Verfahren danach zu fragen, wenn ich schon lange vorher präventiv hätte helfen und unterstützen können?

3. Und viele Krankheiten produzieren die Arbeitgeber eben selber. Und dann ist es ein Farce, wenn man den Mitarbeiter  später dazu befragt. Was soll er denn sagen?

  • Aber wir haben doch schon lange darüber gesprochen, dass die Arbeit ohne Verstärkung nicht zu schaffen ist. Bloß weil ich den fehlenden Kollegen aus Angst um meinen Arbeitsplatz jetzt einige Monate ersetzt habe, kann das doch keine Dauerlösung sein.
  • Mein Chef ist eben keine Führungskraft. Er gibt nur Druck von oben, ich bekomme keine Anerkennung und Wertschätzung, ich darf nichts eigenverantwortlich entscheiden, er vertraut mir nicht, Feedbackgespräche finden nicht statt, Führung ist für ihn ein Statussymbol, aber keine Dienstleistung,
  • Seit ich auf diesen Posten verschoben worden bin, ist meine Motivation erloschen. Ich bin dafür nicht intrinsisch motiviert und die Androhung von arbeitsrechtlichen Konsequenzen und der Bonus können daran nichts ändern. Wenn Menschen ihre Antreiber, das was sie intrinsisch (aus sich heraus) antreibt, aber nicht leben können, dann werden sie krank.

Und da wundert es Sie, wenn die Menschen in Ihren Unternehmen krank werden? Und das soll Ihnen Ihr Mitarbeiter im BEM-Verfahren sagen müssen? Und sich damit neue Probleme einhandeln?

Was können Sie tun? Es ist ganz einfach:

  • Geben Sie ihm  einfach mehr von dem , was ihn wirklich antreibt.
  • Und lassen Sie einfach alles, was ihn demotiviert.
  • Und machen Sie Ihre Führungskräfte zu Führungspersönlichkeiten.

Ideen dazu finden Sie reichlich in meinen Podcasts und bekommen Sie natürlich auch von mir persönlich.

 

In diesem Sinne : Ein Euro Prävention spart neun Euro Reparaturkosten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Upstalsboomweg

Es ist mir eine große Freude, dass heute diese Internetseite freigeschaltet wird und damit online ist. Schauen Sie sich in Ruhe an. Es lohnt sich für Sie besonders auch , auf den Button „Podcasts“ zu gehen. Seit dem 18. Juli veröffentliche ich auf Podomatic jeweils montags und freitags einen Podcast zu allen Themenbereichen, die mit dem Menschen im Mittelpunkt zu tun haben. Sie können sich alle Podcasts gerne und jederzeit kostenlos anhören und auch downloaden. Wenn sie Ihnen gefallen, dann können Sie  auf den orange farbenen Follower-Button gehen und den Podcast abonnieren. Dann werden Sie jeweils durch eine Mail darauf hingewiesen, wenn eine neue Folge erschienen ist.
Die Folge 1 „die 18te Sekunde“ widmet sich dem Upstalsboomweg. Ein beeindruckender Weg zur Änderung der Unternehmenskultur dort, den ich in dieser Folge kommentiert habe.

Schauen Sie sich dazu auch direkt das wunderschöne Video „Der Upstalsboomweg“ an.

Am 27. und 28. September hatte ich Gelegenheit, Bodo Janssen und sein Team in einem Hotel der Kette in Varel in Ostfriesland persönlich kennen zu lernen. Ca. 40  Teilnehmer dieses Workshops waren sehr beeindruckt und haben in unterschiedlichen Übungen viel zu diesem Thema gelernt. Auf einzelne Aspekte daraus komme ich in Podcasts oder in neuen Blogs auf dieser Seite noch zu sprechen.

Ach ja, am 31.10.2016 werde ich zu diesen Themen einen Vortrag in der Havanna Lounge in Bremen halten. Wenn Sie dazu pesönlich eingeladen werden möchten, dann sprechen Sie mich an.

Viel Spaß beim lesen und insbesondere auch beim ansehen dieses Videos.