Ich wollte nie so werden wie mein Vater

Mein erstes Buch hat den Titel: „Ich wollte nie so werden wie mein Vater“ und ist im September 2018 erschienen.

Mit dem Buch wollte ich klar machen, wir schwer sich Männer tun, ihre Gefühle zu zeigen.  Hauptsächlich geht es aber darum, dass die meisten Probleme, die Menschen – besonders Männer – in ihrem Beruf, bei ihrem Erfolg, aber auch im Rest des Lebens heute haben, ihre Ursache in der Kindheit haben. Und bei Männern geht es da um besonders um das Verhältnis zu ihrem Vater.

Leseprobe daraus:

„Wenn ich Dich jetzt frage, wie es Dir gerade geht, kannst Du ehrlich antworten. Es bekommt ja keiner mit, da kannst Du vor Dir ehrlich sein. Richtig, richtig ehrlich, nicht so wie sonst, wenn Du Deine tägliche, berufliche Maske aufsetzt.

30% aller Männer schauen Dich auf eine solche Frage ratlos an. „Ja, wie jetzt, ich und was sagen? Ich bin doch ein Mann und zeige keine Gefühle.“ Oder besser noch, bilde mir ein, gar keine zu haben. Besonders coole Männer sagen sogar „Ich bin doch kein Warmduscher, lass’ uns lieber über Fußball reden.“ Bist Du einer von denen? Nein? Vielleicht gibt es ja noch was für Dich.

30% geben Dir auf diese Frage das zurück, was sie seit der Pubertät ihrer Mutter auf solche Giftfragen antworten. „Geht so“, wobei dies in weniger als einer 1/10 Sekunde hinter sich gebracht wird. Natürlich in der festen Überzeugung, dass dies ein ganzer Satz ist, bzw. sogar eine in sich stimmige Geschichte. Erkennst Du Dich wieder? Die Prozentzahlen sind nur geschätzt, vielleicht sind es noch mehr. Ich sehe mich gerade, wie ich als pubertierender 16-Jähriger mit langen Jahren und versetzungsgefährdet meine Mutter damit auf die Palme gebracht habe.

Und gehörst Du zu den 30%, die zur Kategorie der selbst ernannten Spaßvögel gehören? Und einer solcher Spaßvogel klopft sich bei dieser Frage mit einem schallenden Lachen auf die Schenkel. Und dann kommt der literaturwürdige Satz: „Alter, gestern ging es noch“. Ein Wortspiel, wie es auch von Heinz Erhard sein könnte, der bekanntlich nicht nur so hieß, sondern uns auch alle herzlich willkommen hieß. Aber hinter der Antwort steckt natürlich in Wahrheit eine große Verlegenheit, die innerliche Leere nicht aufdecken zu müssen. Bist Du auch Du so ein Spaßvogel, fühlst Du Dich erkannt?

Diese 90% verstehen es, alle wichtigen Dinge in ihrem Leben zu verdrängen und sich in Fußballclubs, Zigarrenclubs, im Tennis- oder Golfclub mit anderen darüber zu trösten. Und wie? Indem sie „gepflegte Gespräche“ über Fußball, Auto und Frauen führen.“

Montag, 3. September 2018

Große Freude. Michael, der Buchbinder aus Hamburg, hat mir das Buch persönlich geliefert.

 

Was für ein Gefühl, ein Buch mit dem eigenen Namen in der Hand zu haben. Es sieht noch besser aus, als ich mir es vorgestellt habe. Danke auch an Gaby Hellwig, die dieses tolle Cover gestaltet hat.

Und sieht es aus, wenn der stolze Autor das erste Buch signiert und verkauft.

Ich bin total glücklich und stolz über diese Leistung.

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